Psychotherapie in Wunstorf

Was ist tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie?

Sie ist ein von der Psychoanalyse abgeleitetes Verfahren, es wird auch von „psychodynamischer Psychotherapie“ gesprochen.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist unter den psychodynamischen Therapien die am häufigsten praktizierte und am besten untersuchte Therapieform (Rudolf u. Rüger 2001).

Eine Konzentration des therapeutischen Prozesses wird durch Begrenzung des Behandlungszieles und durch ein vorwiegend konfliktzentriertes Vorgehen angestrebt.

Eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung ist der Ort, an dem das Leiden eines Menschen mitgeteilt und der Umgang damit verändert werden kann. Unbewusste und ungelöste Konfliktmuster, die in der Kindheit entstanden sind, können wiedererkannt und verstanden werden. Diese unbewältigten und oft sehr schmerzhaften Erfahrungen können in der therapeutischen Beziehung – im Hier und Jetzt – durchgearbeitet und angenommen werden, sodass eine emotionale Veränderung im Umgang mit sich selbst und somit auch mit dem dazugehörigen Beziehungsumfeld möglich wird.

Das angestrebte Ziel ist, anders zu fühlen als zuvor, mehr bei sich sein zu können in Form eines neuen Selbstverständnisses und ein freieres und lebendigeres Leben zu führen.

Dieses Behandlungsverfahren zielt nicht auf Selbstoptimierung. Es geht eher darum, die erlebten Niederlagen und Verletzungen, die eigenen Unzulänglichkeiten und Kränkbarkeiten anzunehmen und zu integrieren, sodass ein Gefühl von lebendiger, heilender Ganzheit entstehen kann.

Patienten mit folgenden Störungen werden schwerpunktmäßig behandelt: Depressionen und „Burn out“, verschiedenartige Angststörungen, psychosomatische Störungen und Erkrankungen, Selbstwertstörungen, Beziehungsstörungen, verzögerte und erschwerte Trauerbewältigung, Persönlichkeitsstörungen, Traumatisierungen.

Konzentrative Bewegungstherapie (nach Prof. Dr. med. Helmuth Stolze)

Es handelt sich im umfassenden Sinne um ein psychosomatisches Geschehen, das die körperlichen, emotionalen und kognitiven Funktionen des Menschen als Einheit versteht und behandeln will. Psychisches Erleben und Konflikte drücken sich in Körperleben, in körperlich krankhaften Prozessen und in Handlungen aus und bestimmen im Zusammenwirken mit den umfassenden Wahrnehmungsfunktionen auch weitgehend kognitive Funktionen des Menschen.

Die therapeutische Situation soll dem Patienten einen Spiel-, Handlungs- und Erfahrungsraum bieten, um die eigene Beziehungsfähigkeit zu sich selbst, zum eigenen Körper, zu seinen Gefühlen, zu seiner Umwelt und zu Raum und Zeit erfahren zu können. In der Arbeit mit Konzentrativer Bewegungstherapie sind die Wahrnehmungen und Erfahrungen verbunden mit psychoanalytisch orientierter verbaler Bearbeitung.